Knochengesundheit

Knochengesundheit bei Krebs –
was Sie wissen sollten

Unsere Knochen sind das stabile Fundament unseres Körpers. Sie geben uns Halt, schützen wichtige Organe und ermöglichen Bewegung. Gerade bei Krebserkrankungen spielt die Gesundheit der Knochen eine wichtige Rolle, denn manchmal können Krebszellen in die Knochen wandern und dort neue Tumoren bilden – sogenannte Knochenmetastasen.
Zentiva Headquarter Berlin

Was sind Knochenmetastasen?

Knochenmetastasen entstehen, wenn Krebszellen aus einem anderen Tumor – zum Beispiel aus der Brust, Prostata, Lunge oder Niere – über den Blutkreislauf in die Knochen gelangen.

Metastatische Knochenerkrankungen treten am häufigsten in Verbindung mit bestimmten Krebsarten auf:

Multiples Myelom (MM)

Prostata

Brust

Lunge

Niere

Die Metastasen können dazu führen, dass Knochensubstanz abgebaut wird und damit die Knochen instabil werden und anfälliger für Schmerzen und Brüche.

Besonders häufig sind die Wirbelsäule, das Becken, die Rippen sowie die Oberarm- und Oberschenkelknochen betroffen.

Viele Knochenmetastasen verursachen zunächst keine Beschwerden und werden daher oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt.

Abgrenzung zu Knochenkrebs:

Abzugrenzen sind Knochenmetastasen von Knochenkrebs. Dieser entsteht direkt im Knochen und erfordert einen anderen Therapieansatz als Knochenmetastasen.

Symptome bei Knochenmetastasen

Knochenmetastasen machen sich oft durch Schmerzen bemerkbar. Diese können ständig oder vor allem bei Bewegung auftreten. Manchmal sind die Schmerzen tief sitzend und ziehen in umliegende Bereiche.

Weitere Warnzeichen sind:

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Bewegungseinschränkungen
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Schwellungen oder Druckempfindlichkeit an bestimmten Stellen
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Erhöhte Bruchgefahr, auch bei leichten Belastungen
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Bei Metastasen in der Wirbelsäule kann es zu neurologischen Symptomen (z.B. Lähmungserscheinungen) kommen
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Auffälligkeiten im Blutbild
Wenn solche Beschwerden neu auftreten oder sich verstärken, ist es wichtig, schnell einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache abzuklären.

Therapiemöglichkeiten bei Knochenmetastasen

Die Behandlung von Knochenmetastasen verfolgt mehrere Ziele: Schmerzen zu lindern, Knochenbrüche zu verhindern, die Beweglichkeit zu erhalten und die Lebensqualität möglichst lange zu bewahren.

Je nach Lage, Anzahl und Ausprägung der Metastasen sowie dem allgemeinen Gesundheitszustand wird die Therapie individuell geplant. Häufig werden mehrere Behandlungsformen miteinander kombiniert:

Schmerztherapie

Gut abgestimmte Schmerzmedikamente – von entzündungshemmenden Präparaten bis hin zu stärkeren Schmerzmitteln – ermöglichen eine bessere Beweglichkeit und verbessern den Alltag.

Medikamentöse Therapie

Wirkstoffe wie Bisphosphonate oder Denosumab können den Knochenabbau bremsen, das Risiko von Knochenbrüchen verringern und zum Teil auch Schmerzen lindern. Sie wirken, indem sie den überaktiven Knochenabbau durch die Tumorzellen hemmen.

Strahlentherapie

Gezielte Bestrahlung kann Tumorzellen im Knochen schädigen oder zerstören. Sie wird häufig eingesetzt, um Schmerzen zu reduzieren, die Stabilität zu verbessern oder das Fortschreiten der Metastasen zu verlangsamen.

Operation

Bei drohenden oder bereits eingetretenen Knochenbrüchen können operative Eingriffe notwendig sein, um die betroffenen Knochen zu stabilisieren. Dies kann mithilfe von Platten, Schrauben oder speziellen Prothesen erfolgen.

Physiotherapie

Begleitend zur medizinischen Behandlung helfen sanfte, angepasste Bewegungsübungen, die Muskulatur zu stärken, die Beweglichkeit zu erhalten und Stürzen vorzubeugen. Die Übungen sollten stets unter Anleitung geschulter Fachkräfte erfolgen, um eine Überlastung zu vermeiden.
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Wie unterstütze ich meine Knochen im Alltag?

Kalziumreiche Ernährung

Kalzium ist ein wichtiger Baustein für starke Knochen. Gute Quellen sind Milchprodukte wie Joghurt, Käse und Milch, aber auch grünes Blattgemüse, Mandeln oder angereicherte Pflanzendrinks.

Vitamin D3

Vitamin D hilft dem Körper, Kalzium besser aufzunehmen. Täglich ausreichend Vitamin D3 einzunehmen, zum Beispiel als Nahrungsergänzung, ist besonders in den dunklen Monaten wichtig, wenn wir wenig Sonne tanken

Moderate Bewegung

Moderate, regelmäßige Bewegung stärkt Knochen und Muskulatur – wie Spaziergänge, leichtes Krafttraining, Yoga oder Schwimmen.
Wichtig: anpassen an die eigene Belastbarkeit und mit medizinischer Begleitung absichern.

Sturzprävention

Achten Sie auf sichere Umgebung – gute Beleuchtung, rutschfeste Bodenbeläge, evtl. Hilfsmittel nutzen.

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