Das
ONKOLOGIE PORTAL
von Zentiva

Hier finden Sie Ihren digitalen Begleiter auf dem Weg zu mehr Verständnis, Orientierung und Unterstützung im Umgang mit Krebs – Willkommen auf dem Onkologie Portal von Zentiva.

Ob Sie selbst betroffen sind, Angehörige begleiten oder sich informieren möchten: Dieses Portal bietet Ihnen vertrauenswürdige Inhalte, hilfreiche Tipps und geprüfte Quellen – medizinisch fundiert und verständlich erklärt.

Für medizinisches Fachpersonal

Zugang zu weiterführenden, produktbezogenen Inhalten (z. B. Fachinformation, Studien, Packshots) erhalten Sie in den geschützten Fachkreisbereichen der jeweiligen Produktseiten.

Wissen, das Halt gibt bei der Krebsdiagnose, ob bei einem selbst, oder Angehörigen – kurz kompakt erklärt.

Fakten über Krebs

1. Krebs ist nicht gleich Krebs

Es gibt über 200 verschiedene Krebsarten – jede mit eigenen Eigenschaften, Therapien und Verläufen. Deshalb ist die Behandlung immer individuell.

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1. Krebs ist nicht gleich Krebs

Krebs ist keine einzelne Krankheit, sondern ein Sammelbegriff für über 200 unterschiedliche Tumorerkrankungen. Sie entstehen, wenn körpereigene Zellen die Kontrolle über ihr Wachstum verlieren und sich unkontrolliert vermehren. Dabei können sie umliegendes Gewebe zerstören und in andere Körperregionen streuen (Metastasierung). Je nach Ursprungsgewebe – etwa Haut, Lunge, Darm, Blut oder Gehirn – unterscheidet sich jede Krebsart in ihrer Biologie, ihrer Aggressivität, ihren Symptomen und ihrem Ansprechen auf Therapien.

Das bedeutet: Nicht jeder Brustkrebs ist gleich, nicht jede Leukämie verläuft identisch. Moderne Diagnostik berücksichtigt heute auch molekulare Merkmale wie genetische Mutationen oder Oberflächenmarker. Diese helfen dabei, den Tumor präzise zu charakterisieren und eine passgenaue Therapie zu finden. Deshalb ist eine individuelle, interdisziplinäre Behandlung durch spezialisierte Fachärzt:innen und Zentren so entscheidend – sie stellt sicher, dass Sie eine auf Ihre Erkrankung zugeschnittene Therapie erhalten.

Einen umfassenden Überblick zu den verschiedenen Krebsarten finden Sie auf der Webseite der Deutschen Krebshilfe unter
 https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/krebsarten

2. Früherkennung kann Leben retten

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können Tumoren in einem sehr frühen, oft heilbaren Stadium entdecken – nutzen Sie die Angebote der Krankenkassen.

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2. Früherkennung kann Leben retten

Viele Krebsarten entwickeln sich schleichend und bleiben lange unbemerkt. Das tückische: Erste Symptome wie Müdigkeit, Gewichtsverlust oder Schmerzen treten oft erst auf, wenn der Tumor bereits fortgeschritten ist. Genau hier setzt die Früherkennung an: Sie ermöglicht es, Veränderungen im Körper zu entdecken, bevor Beschwerden auftreten – oft in einem heilbaren Stadium. In Deutschland gibt es etablierte Programme zur Krebsfrüherkennung: Mammographie zur Brustkrebsvorsorge, Darmspiegelung zur Darmkrebsprävention, der PAP-Abstrich zur Erkennung von Gebärmutterhalskrebs oder das Hautkrebsscreening.

Diese Untersuchungen werden – je nach Alter – von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Sie sind in der Regel unkompliziert, schmerzarm und können Leben retten. Zusätzlich ist es wichtig, selbst aufmerksam zu bleiben: Veränderungen an der Haut, anhaltender Husten, Blut im Stuhl oder ungewöhnliche Blutungen sollten ärztlich abgeklärt werden. Je früher ein Tumor erkannt wird, desto schonender und erfolgversprechender ist die Behandlung.

Mehr zum Thema Krebsfrüherkennung bietet der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums online unter:
→ https://www.krebsinformationsdienst.de/krebsvorsorge-und-krebsfrueherkennung

3. Risikofaktoren sind beeinflussbar

Ein gesunder Lebensstil kann das persönliche Krebsrisiko deutlich senken – z. B. durch Rauchstopp, Bewegung und ausgewogene Ernährung.

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3. Risikofaktoren sind beeinflussbar

Krebs ist nicht vollständig vermeidbar – aber viele Risikofaktoren lassen sich beeinflussen. Studien zeigen, dass etwa 30–40 % aller Krebserkrankungen auf Lebensstilfaktoren zurückzuführen sind. An erster Stelle steht der Tabakkonsum: Rauchen ist die häufigste vermeidbare Ursache für Krebs – vor allem bei Lungen-, Kehlkopf- oder Blasenkrebs. Auch übermäßiger Alkoholkonsum, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und Übergewicht gelten als relevante Risikofaktoren. Hinzu kommen Infektionen (z. B. HPV, Hepatitis B/C, Helicobacter pylori), Umweltgifte, Strahlung oder chronische Entzündungen.

Die gute Nachricht: Prävention wirkt. Wer sich ausgewogen ernährt, regelmäßig bewegt, das Rauchen beendet, Alkohol in Maßen konsumiert und sich gegen krebsauslösende Viren impfen lässt, senkt sein persönliches Risiko deutlich. Auch UV-Schutz spielt eine zentrale Rolle beim Schutz vor Hautkrebs. Krebsprävention ist also machbar – sie beginnt im Alltag und kann durch ärztliche Beratung begleitet werden.

Vertiefende Informationen rund um das Thema Krebsprävention bietet die Webseite und die Broschüre „Krebs vorbeugen: Was kann ich tun?“ des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums.

→ Zur Website des Krebsinformationsdiensts des Deutschen Krebsforschungszentrums

→ Zur Broschüre: „Krebs vorbeugen: Was kann ich tun?“ – herausgegeben vom Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums

4. Überblick über aktuelle Therapien

Dank moderner Therapien haben viele Krebsarten deutlich bessere Heilungs- oder Kontrollchancen als früher – auch in späteren Stadien.

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4. Überblick über aktuelle Therapien

Die Behandlung von Krebs hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend gewandelt. Neben den etablierten Verfahren – Operation, Chemotherapie und Strahlentherapie – stehen heute auch hochmoderne, personalisierte Therapieformen zur Verfügung. Dazu zählen z. B. zielgerichtete Medikamente, die auf bestimmte Tumormerkmale abzielen (z. B. HER2, EGFR), Immuntherapien, die das körpereigene Abwehrsystem gegen Krebs mobilisieren, sowie Zelltherapien wie CAR-T-Zellen.

Diese Methoden eröffnen neue Chancen – auch für Patient:innen mit fortgeschrittenen oder therapieresistenten Erkrankungen. Entscheidender denn je ist heute eine sogenannte „präzisionsmedizinische“ Diagnostik: Durch genetische und molekulare Analysen wird der Tumor individuell charakterisiert – und die Behandlung entsprechend angepasst. Auch unterstützende Therapie und Maßnahmen (z. B. Schmerztherapie, Ernährung, Psychoonkologie) gehören zur modernen Onkologie dazu. Das Ziel: nicht nur das Überleben zu sichern, sondern auch Lebensqualität zu erhalten. Die beste Versorgung gelingt in zertifizierten Krebszentren mit interdisziplinären Teams.

Einen umfassenden Überblick über alle aktuellen Behandlungsverfahren bietet der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums unter
→ https://www.krebsinformationsdienst.de/krebstherapien.

5. Knochengesundheit

Knochenmetastasen, Osteoporose oder therapiebedingter Knochenschwund – die Knochengesundheit spielt bei vielen Krebserkrankungen eine zentrale Rolle.

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5. Knochengesundheit

Knochengesundheit ist ein oft unterschätzter, aber zentraler Aspekt in der Onkologie. Viele Krebspatient:innen sind im Verlauf ihrer Erkrankung mit Knochenschäden konfrontiert – sei es durch Knochenmetastasen oder durch Nebenwirkungen der Therapie. Bestimmte Krebsarten wie Brustkrebs, Prostatakrebs oder Lungenkrebs neigen dazu, in die Knochen zu streuen. Das kann zu Schmerzen, Instabilität, Frakturen oder sogar Querschnittslähmungen führen.

Auch einige Behandlungen – etwa antihormonelle Therapien, Chemotherapie oder Langzeit-Kortison – können die Knochendichte reduzieren und Osteoporose fördern. Die Folge sind ein erhöhtes Sturz- und Frakturrisiko sowie ein Verlust an Mobilität und Lebensqualität. Um dem entgegenzuwirken, werden knochenschützende Medikamente wie Bisphosphonate oder Denosumab eingesetzt. Ergänzt wird dies durch gezielte Vitamin-D- und Kalziumzufuhr, Bewegungstherapie und regelmäßige Knochendichtemessungen. Ziel ist es, das Skelett zu stabilisieren, Schmerzen zu vermeiden und die Lebensqualität der Betroffenen zu erhalten.

Mehr lesen unter → Knochengesundheit

6. Krebs betrifft Körper, Seele & Umfeld

Psychoonkologische Begleitung hilft, Ängste und Alltag zu stabilisieren und den Umgang zu lernen. Angehörige, oder Freunde können Unterstützungsangebote nutzen.

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6. Krebs betrifft Körper, Seele & Umfeld

Eine Krebsdiagnose ist ein existenzieller Einschnitt – sie betrifft nicht nur den Körper, sondern auch die Seele und das soziale Umfeld. Ängste, Schlafstörungen, Zukunftssorgen, depressive Verstimmungen oder das Gefühl von Kontrollverlust sind völlig normale Reaktionen auf eine so schwere Erkrankung. Psychoonkologische Betreuung bietet hier gezielte Hilfe: In Gesprächen mit Psycholog:innen oder Therapeut:innen können Patient:innen lernen, mit der Diagnose umzugehen, eigene Ressourcen zu aktivieren und emotionalen Halt zu finden.

Auch Entspannungstechniken, Achtsamkeit, Kunst- oder Musiktherapie können unterstützend wirken. Ebenso wichtig: Die Belastung von Angehörigen und engen Bezugspersonen. Sie übernehmen oft emotionale, organisatorische oder pflegerische Aufgaben – und sind dadurch ebenfalls stark gefordert. Auch für sie gibt es Unterstützungsangebote: Angehörigengruppen, psychosoziale Beratung, Gesprächsangebote oder praktische Hilfen im Alltag. Eine ganzheitliche Krebsversorgung bezieht das Umfeld mit ein – weil niemand allein kämpfen muss.

Im Adressverzeichnis des Krebsinformationsdienstes finden Sie eine Suchfunktion für psychoonkologische Praxen in Ihrer Nähe: 
→ https://www.krebsinformationsdienst.de/psychoonkologie-praxen

7. Klinische Studien bringen Fortschritt

Neue Medikamente und Therapien werden in Studien erforscht. Eine Teilnahme kann Zugang zu innovativen Behandlungsformen bieten.

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7. Klinische Studien bringen Fortschritt

Krebsmedizin entwickelt sich dynamisch – viele der heute gängigen Therapien wurden in klinischen Studien erprobt und erst dadurch verfügbar. Studien sind medizinisch-wissenschaftliche Untersuchungen, in denen neue Medikamente, Wirkstoffkombinationen oder Therapieansätze getestet werden. Sie folgen einem streng kontrollierten Ablauf in mehreren Phasen (I bis IV) und unterliegen höchsten ethischen Standards.

Für Patient:innen kann eine Studienteilnahme bedeuten: Zugang zu innovativen Therapien, engmaschige ärztliche Betreuung und Mitwirkung an medizinischem Fortschritt. Nicht jede Studie passt zu jedem Erkrankungsbild – deshalb prüfen spezialisierte Zentren sorgfältig, ob eine Teilnahme infrage kommt. Wichtig: Die Teilnahme ist freiwillig, kann jederzeit beendet werden und wird stets ausführlich aufgeklärt. Informationen zu laufenden Studien bieten zertifizierte Krebszentren, die Deutsche Krebshilfe oder der Krebsinformationsdienst. Studien tragen dazu bei, die Behandlung von morgen schon heute möglich zu machen.

Einen guten Überblick zum Thema bietet der Krebsinformationsdienst unter
→ https://www.krebsinformationsdienst.de/forschung/faq-klinische-studien

8. Krebs betrifft das Umfeld mit

Auch Angehörige, Freunde oder Kollegen erleben die Krankheit mit. Unterstützungsangebote gelten oft auch für sie – z. B. psychosoziale Beratung.

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8. Krebs betrifft das Umfeld mit

Die Diagnose Krebs verändert nicht nur das Leben der erkrankten Person – sie betrifft das gesamte soziale Umfeld. Angehörige, Freund:innen, Kolleg:innen stehen plötzlich vor einer emotionalen Herausforderung: Sie möchten unterstützen, trösten, da sein – und wissen oft nicht wie. Gleichzeitig sind sie selbst mit Angst, Unsicherheit, Überforderung oder Hilflosigkeit konfrontiert.

Die Begleitung eines geliebten Menschen durch eine schwere Erkrankung erfordert Kraft und Verständnis – aber auch klare Grenzen. Angehörige dürfen und sollen sich ebenfalls Unterstützung holen: durch psychoonkologische Beratung, Selbsthilfegruppen, Online-Angebote oder Beratungshotlines. Es ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Selbstfürsorge. Ein achtsamer Umgang miteinander, offene Gespräche und gemeinsame Lösungen helfen, den Weg mit der Krankheit gemeinsam zu gehen – mit gegenseitigem Respekt, Raum für Emotionen und professioneller Begleitung, wenn nötig.

→ zur Broschüre „Hilfen für Angehörige“ von der Deutschen Krebshilfe

Weitere Infos finden Sie hier:

Wer ist

Zentiva ist ein pharmazeutisches Unternehmen, das sich für erschwingliche, zuverlässige Arzneimittelversorgung in Europa einsetzt.

Im Bereich der Onkologie stehen wir für Qualität, Versorgungssicherheit und Partnerschaft mit Fachkreisen. Mehr über unsere Mission erfahren Sie in der Rubrik Über Zentiva als auch auf www.zentiva.de

Fragen Sie Ihren Arzt, oder Apotheker nach Medikamenten rund um die Krebs-Therapie, er hilft Ihnen gerne weiter.

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