Krebsinfo
Wissen, das stärkt – Informationen rund um Krebs für Betroffene und Angehörige
Ob frisch diagnostiziert, mitten in der Behandlung oder als begleitende Angehörige – verlässliche Informationen sind in jeder Phase wichtig.
Im Bereich „Krebs-Infos“ finden Sie kompakte, leicht verständliche Inhalte zu:
- den häufigsten Krebsarten
- modernen Behandlungsmöglichkeiten
- der wichtigen Früherkennung und Diagnostik
- sowie zum Umgang mit Krebs im Alltag
Alle Inhalte sind von medizinischen Fachpersonen geprüft – klar erklärt und empathisch formuliert.
Krebsarten | Krebstherapien/Behandlungen | Früherkennung/Diagnose | Leben mit Krebs
Krebsarten – Überblick über die häufigsten Tumorerkrankungen
Krebs ist nicht gleich Krebs.
Hinter dem Begriff „Krebs“ verbergen sich über 200 verschiedene Krankheitsbilder. Jede Tumorart hat ihre eigenen Ursachen, Symptome, Risikofaktoren, Verläufe und Behandlungsmöglichkeiten.
Je nach Ursprungsorgan, Zelltyp und Krankheitsstadium sind sowohl die Prognose als auch die Therapieoptionen sehr unterschiedlich. Hier geben wir Ihnen einen kompakten, leicht verständlichen Überblick über die häufigsten Krebsarten – und was Betroffene und Angehörige darüber wissen sollten.
Die häufigsten Krebsarten im Überblick
Brustkrebs (Mammakarzinom)
Prostatakrebs
Darmkrebs (Kolorektales Karzinom)
Lungenkrebs (Bronchialkarzinom)
Lungenkrebs wird oft spät entdeckt. Risikofaktoren sind insbesondere Rauchen und Luftschadstoffe. Husten, Atemnot oder Brustschmerzen können Symptome sein. Die Therapie hängt stark vom Typ (nicht-kleinzellig / kleinzellig) und Stadium ab.
Hautkrebs (schwarzer & weißer Hautkrebs)
Der „weiße Hautkrebs“ (Basaliom, Plattenepithelkarzinom) ist meist gut behandelbar. Der „schwarze Hautkrebs“ (Malignes Melanom) ist seltener, aber aggressiver. Früh erkannt ist auch er gut therapierbar. Achten Sie auf neue oder sich verändernde Muttermale (ABCDE-Regel).
Blutkrebs (Leukämien & Lymphome)
Blutkrebserkrankungen betreffen das blutbildende System. Sie treten meist akut (z. B. AML) oder chronisch (z. B. CLL) auf. Auch Lymphome wie das Hodgkin-Lymphom gehören dazu. Die Symptome sind unspezifisch – etwa Müdigkeit, Nachtschweiß, Gewichtsverlust. Therapien erfolgen meist systemisch (Chemo, Immuntherapie, Stammzelltransplantation).
Eierstock- und Gebärmutterkrebs
(Gynäkologische Tumoren)
Tumoren der weiblichen Geschlechtsorgane unterscheiden sich stark: Eierstockkrebs bleibt lange symptomlos Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom) äußert sich häufig durch Blutungsstörungen Therapien bestehen aus Operation, ggf. Chemo oder Hormontherapie.
Bitte beachten Sie: Die hier bereitgestellten Informationen dienen zur Orientierung – sie ersetzen keine ärztliche Beratung.
Sprechen Sie bei Verdacht oder Fragen immer mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Weitere Informationen finden Sie auf der www.zentiva.de
Bei medizinischen Fragen: Krebsinformationsdienst
Krebstherapien & Behandlungen
Operation – Zielgerichtete Entfernung des Tumors
Wann sinnvoll: Wenn der Tumor klar abgegrenzt ist und chirurgisch entfernt werden kann.
Ziel:
- Entfernung des Tumorgewebes möglichst vollständig (kurativ) oder zur
- Linderung von Beschwerden (palliativ)
Was passiert: Je nach Lage kann die Operation minimalinvasiv (z. B. laparoskopisch) oder offen erfolgen. Oft wird das betroffene Organ ganz oder teilweise entfernt.
Beispiel: Darmkrebs, Brustkrebs, Hautkrebs
Strahlentherapie – Zerstörung von Tumorzellen durch Energie
Wann sinnvoll: Bei lokal begrenzten Tumoren – allein oder ergänzend zur OP oder Chemo.
Ziel:
- Abtöten von Krebszellen durch hochenergetische Strahlung
- Schonung von gesundem Gewebe so weit wie möglich
Was passiert: Die Bestrahlung erfolgt meist ambulant über mehrere Wochen. Moderne Verfahren sind präzise und werden individuell geplant.
Beispiel: Prostatakrebs, Hirntumoren, Brustkrebs
Chemotherapie – Medikamente gegen schnell teilende Zellen
Wann sinnvoll: Bei systemischen Erkrankungen oder zur Verkleinerung des Tumors vor/nach einer OP.
Ziel:
- Zerstörung oder Hemmung von Krebszellen im ganzen Körper
- auch sogenannte „Mikrometastasen“ werden erfasst
Was passiert: Die Medikamente (Zytostatika) werden meist intravenös oder als Tablette verabreicht. Nebenwirkungen betreffen oft auch gesunde Zellen mit hoher Teilungsrate (z. B. Haarwurzeln, Schleimhäute).
Beispiel: Leukämien, Lymphome, viele solide Tumoren
Immuntherapie – Aktivierung des körpereigenen Abwehrsystems
Wann sinnvoll: Bei bestimmten Krebsarten, vor allem bei fortgeschrittener Erkrankung oder Metastasen.
Ziel:
- Unterstützung des Immunsystems bei der Erkennung und Bekämpfung von Tumorzellen
- „Checkpoint-Inhibitoren“ bremsen die Tarnung des Tumors gegenüber Immunzellen
Was passiert: Verabreichung meist per Infusion. Wirkung kann sich über Wochen entwickeln. Nebenwirkungen betreffen oft das Immunsystem selbst (z. B. Entzündungen).
Beispiel: Lungenkrebs, schwarzer Hautkrebs, Blasenkrebs
Hormontherapie – Blockade hormonabhängiger Tumoren
Wann sinnvoll: Bei hormonabhängigen Krebsarten – also Tumoren, die durch Östrogen, Testosteron o. Ä. wachsen.
Ziel:
- Hemmung der Hormonwirkung oder der Hormonproduktion
- Verlangsamung des Tumorwachstums
Was passiert: Die Therapie erfolgt oral, per Injektion oder operativ (z. B. Entfernung hormonproduzierender Organe). Sie ist meist langfristig angelegt.
Beispiel: Brustkrebs, Prostatakrebs, Gebärmutterkrebs
Zielgerichtete Therapien – Präzise gegen Tumormerkmale
Wann sinnvoll: Wenn molekulare Veränderungen im Tumor identifiziert werden, die angreifbar sind.
Ziel:
- Blockade von Signalwegen, die das Tumorwachstum fördern
- gezielter Angriff auf Tumorzellen ohne breites Zellgift
Was passiert: Vor der Therapie wird das Tumorgewebe genetisch oder molekular untersucht (Biomarker-Testung). Die Medikamente (z. B. Tyrosinkinase-Inhibitoren, Antikörper) greifen dann spezifisch an.
Beispiel: Brustkrebs (HER2+), Lungenkrebs (EGFR+), Leukämien
Komplementäre Therapien – Unterstützung von Körper und Psyche
Wann sinnvoll: Ergänzend zur Haupttherapie – nicht als Ersatz!
Ziel:
- Verbesserung des Wohlbefindens
- Linderung von Nebenwirkungen
- Stärkung von Körper und Psyche
Was passiert: Komplementärmedizin umfasst z. B. Ernährungsberatung, Bewegungstherapie, Akupunktur, Entspannungsverfahren, Kunst- und Musiktherapie oder psychoonkologische Betreuung. Wichtig: Nur in Abstimmung mit dem Behandlungsteam anwenden.
Beispiel: Bei allen Krebsarten zur Unterstützung
Operation – Zielgerichtete Entfernung des Tumors
Wann sinnvoll: Wenn der Tumor klar abgegrenzt ist und chirurgisch entfernt werden kann.
Ziel:
- Entfernung des Tumorgewebes möglichst vollständig (kurativ) oder zur
- Linderung von Beschwerden (palliativ)
Was passiert: Je nach Lage kann die Operation minimalinvasiv (z. B. laparoskopisch) oder offen erfolgen. Oft wird das betroffene Organ ganz oder teilweise entfernt.
Beispiel: Darmkrebs, Brustkrebs, Hautkrebs
Strahlentherapie – Zerstörung von Tumorzellen durch Energie
Wann sinnvoll: Bei lokal begrenzten Tumoren – allein oder ergänzend zur OP oder Chemo.
Ziel:
- Abtöten von Krebszellen durch hochenergetische Strahlung
- Schonung von gesundem Gewebe so weit wie möglich
Was passiert: Die Bestrahlung erfolgt meist ambulant über mehrere Wochen. Moderne Verfahren sind präzise und werden individuell geplant.
Beispiel: Prostatakrebs, Hirntumoren, Brustkrebs
Chemotherapie – Medikamente gegen schnell teilende Zellen
Wann sinnvoll: Bei systemischen Erkrankungen oder zur Verkleinerung des Tumors vor/nach einer OP.
Ziel:
- Zerstörung oder Hemmung von Krebszellen im ganzen Körper
- auch sogenannte „Mikrometastasen“ werden erfasst
Was passiert: Die Medikamente (Zytostatika) werden meist intravenös oder als Tablette verabreicht. Nebenwirkungen betreffen oft auch gesunde Zellen mit hoher Teilungsrate (z. B. Haarwurzeln, Schleimhäute).
Beispiel: Leukämien, Lymphome, viele solide Tumoren
Immuntherapie – Aktivierung des körpereigenen Abwehrsystems
Wann sinnvoll: Bei bestimmten Krebsarten, vor allem bei fortgeschrittener Erkrankung oder Metastasen.
Ziel:
- Unterstützung des Immunsystems bei der Erkennung und Bekämpfung von Tumorzellen
- „Checkpoint-Inhibitoren“ bremsen die Tarnung des Tumors gegenüber Immunzellen
Was passiert: Verabreichung meist per Infusion. Wirkung kann sich über Wochen entwickeln. Nebenwirkungen betreffen oft das Immunsystem selbst (z. B. Entzündungen).
Beispiel: Lungenkrebs, schwarzer Hautkrebs, Blasenkrebs
Hormontherapie – Blockade hormonabhängiger Tumoren
Wann sinnvoll: Bei hormonabhängigen Krebsarten – also Tumoren, die durch Östrogen, Testosteron o. Ä. wachsen.
Ziel:
- Hemmung der Hormonwirkung oder der Hormonproduktion
- Verlangsamung des Tumorwachstums
Was passiert: Die Therapie erfolgt oral, per Injektion oder operativ (z. B. Entfernung hormonproduzierender Organe). Sie ist meist langfristig angelegt.
Beispiel: Brustkrebs, Prostatakrebs, Gebärmutterkrebs
Zielgerichtete Therapien – Präzise gegen Tumormerkmale
Wann sinnvoll: Wenn molekulare Veränderungen im Tumor identifiziert werden, die angreifbar sind.
Ziel:
- Blockade von Signalwegen, die das Tumorwachstum fördern
- gezielter Angriff auf Tumorzellen ohne breites Zellgift
Was passiert: Vor der Therapie wird das Tumorgewebe genetisch oder molekular untersucht (Biomarker-Testung). Die Medikamente (z. B. Tyrosinkinase-Inhibitoren, Antikörper) greifen dann spezifisch an.
Beispiel: Brustkrebs (HER2+), Lungenkrebs (EGFR+), Leukämien
Komplementäre Therapien – Unterstützung von Körper und Psyche
Wann sinnvoll: Ergänzend zur Haupttherapie – nicht als Ersatz!
Ziel:
- Verbesserung des Wohlbefindens
- Linderung von Nebenwirkungen
- Stärkung von Körper und Psyche
Was passiert: Komplementärmedizin umfasst z. B. Ernährungsberatung, Bewegungstherapie, Akupunktur, Entspannungsverfahren, Kunst- und Musiktherapie oder psychoonkologische Betreuung. Wichtig: Nur in Abstimmung mit dem Behandlungsteam anwenden.
Beispiel: Bei allen Krebsarten zur Unterstützung
Früherkennung & Diagnose
Je früher Krebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. In Deutschland gibt es etablierte Programme zur Krebsfrüherkennung – viele davon werden von den Krankenkassen übernommen.
Inhalte in Rubriken:
Früherkennungsprogramme:
- Mammographie
- Darmkrebsvorsorge (Stuhltest, Koloskopie)
- Hautkrebsscreening
- Prostatavorsorge
Symptome früh erkennen:
- Warnzeichen für häufige Tumoren
- Was ist „unspezifisch“, was ernst?
Diagnoseverfahren im Überblick:
- Blutwerte
- Bildgebung (CT, MRT, PET)
- Biopsie
- Tumormarker
Leben mit Krebs – der Umgang im Alltag für Patient:innen & Angehörige
Emotionale Verarbeitung & Ängste
- Erste Reaktion nach der Diagnose: Schock, Angst, Unsicherheit – all das ist normal.
- Psychoonkologische Beratung kann helfen, Gedanken zu sortieren und neue Perspektiven zu finden.
- Gefühle wie Wut, Traurigkeit oder Rückzug sind verständlich – offen über sie zu sprechen, entlastet.
- Entspannungsverfahren wie Atemübungen, Achtsamkeit oder Musiktherapie können unterstützen.
- Auch nach erfolgreicher Therapie bleibt oft die Angst vor Rückfällen („Cancer Survivorship“) – darüber zu reden hilft.
Gespräch mit Kindern, Familie & Freunden
- Kinder spüren, wenn etwas nicht stimmt – Ehrlichkeit (altersgerecht!) ist oft besser als Schweigen.
- Partner:innen, Eltern, Geschwister oder Freunde sind wichtige Stützen – aber sie müssen nicht alles allein tragen.
- Gemeinsames Reden schafft Nähe und Verständnis – auch über Unsicherheiten oder Belastungsgrenzen.
- Familienberatungen oder Gruppengespräche mit Fachleuten können helfen, Kommunikationsbarrieren zu überwinden.
- Viele Angehörige fühlen sich hilflos – konkrete Aufgaben (z. B. Termine begleiten) geben Struktur und Sinn.
Arbeit, Beruf & Wiedereinstieg
- Wer arbeitet, muss die Erkrankung nicht sofort melden – aber bei längerer Auszeit ist ärztliche Bescheinigung nötig.
- Ein offenes Gespräch mit dem Arbeitgeber kann Entlastung schaffen (z. B. flexible Stunden, Homeoffice).
- Während oder nach der Therapie kann eine stufenweise Wiedereingliederung („Hamburger Modell“) sinnvoll sein.
- Menschen mit Krebs haben Anspruch auf Reha-Leistungen, ggf. Schwerbehindertenausweis, besonderen Kündigungsschutz.
- Die Sozialberatung in Klinik oder Krankenkasse hilft bei Antragstellung & Fristen.
Ernährung & Bewegung während der Therapie
- Es gibt keine „Anti-Krebs-Diät“ – aber eine ausgewogene Ernährung stärkt den Körper.
- Je nach Therapie können Geschmack, Appetit oder Verdauung beeinträchtigt sein – individuelle Beratung hilft.
- Trinknahrung oder spezielle Rezepte können Mangelernährung vorbeugen.
- Moderate Bewegung (z. B. Spazieren, leichtes Yoga, Bewegungstherapie) steigert Wohlbefinden und senkt Nebenwirkungen.
- Wichtig: Kein Nahrungsergänzungsmittel ohne ärztliche Rücksprache.
Reha, Rente & Sozialleistungen
- Nach der Akutbehandlung haben viele Patienten Anspruch auf onkologische Reha (Körper, Psyche, Sozialleben).
- Auch vorübergehende oder dauerhafte Erwerbsminderung kann zu Rente wegen Krankheit führen – Antrag über DRV.
- Es gibt vielfältige Leistungen: Krankengeld, Pflegegeld, Haushaltshilfe, Fahrtkosten, Hilfsmittel.
- Bei dauerhaften Einschränkungen: Antrag auf Schwerbehinderung beim Versorgungsamt (ab GdB 50).
- Lassen Sie sich beraten – z. B. durch Sozialdienste in Kliniken, den VdK oder Krebsberatungsstellen.
Begleitung durch Angehörige – Tipps & Grenzen
- Angehörige sind häufig doppelt belastet – sie kümmern sich, verschweigen aber oft ihre eigene Erschöpfung.
- Setzen Sie gemeinsam Grenzen: Niemand muss immer stark sein.
- Auch Angehörige haben Anspruch auf psychosoziale Hilfe oder Gesprächsangebote.
- Pausen, eigene Interessen und Rückzug sind kein Egoismus, sondern notwendig.
- Hilfreich: Austausch mit anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen, Angehörigentreffen oder Online-Foren.
Weitere Unterstützung finden Sie in unserem Bereich Anlaufstellen & Hilfe.
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